erstes mal Couchsurfen

Couchsurfen ist eine gute Sache! Jedoch muss ich gestehen: Ich war ziemlich aufgeregt als ich zu Dina fuhr. Bei ihr werde ich für die nächsten 3 Nächte wohnen.

Ich bin also brav um 9 in der Früh von „Copán“ mit dem Chickenbus nach „La Entrada“ um von dort aus weiter nach „Santa Rosa De Copán“ zu fahren. Mir wurde gesagt, die Fahrt würde an die 3 Stunden dauern, es waren aber dann doch 5 Stunden. Und da ich keine Möglichkeit hatte Dina bescheid zu geben, verpasste ich natürlich unser treffen. Das heißt, ich lief  mit meinem fetten Rucksack durch die Stadt und versuchte ein Internetkaffee zu finden.Das ist der „Parque central“ von „Santa Rosa de Copán“.

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Das ist die nicht ganz so hübsche Hauptstraße

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Und auf dieser nicht ganz so schönen Hauptstraße steht ein Pferd herum.

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Dann nach ein paar Stunden traf ich Dina. Dina ist um die 30, ihr Stammbaum schlägt wurzeln in Ägypten und in Deutschland, aber aufgewachsen ist sie in der USA, in Bosten. Sie hat sich entschieden für 1 Jahr hier als Englisch Lehrerin zu arbeiten. Sie unterrichtet verschiedene Schulfächer auf englisch und man braucht dazu anscheinend kein ausgebildeter Lehrer zu sein um das machen zu können bzw. muss man das auch nicht studiert haben, so wie bei uns. Hauptsache man ist ein „native english speaker“. Es ist möglich fast überall auf der Welt zu unterrichten, hat sie mir erklärt.

Das ist mein Schlafplätzchen .. was soll ich sagen: es gib bequemere Orte um zu schlafen.

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Hier ist unser gedeckter Frühstückstisch. Es gibt Müsli mit Yogurt und Papaya.

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Am Abend waren wir noch mit dem anderen Lehrerinnen aus den USA und aus Australien aus. Ich dachte immer ich kann einigermaßen gut englisch, aber als sie zu späterer Stunde mal in fahrt kamen und mit ihrem vollen Ami- und Australia Akzent rausrückten, und dann auch noch laute Regaton Musik gespielt wurde, da hab ich dann gar nix mehr verstanden.

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Am nächsten Tag waren wir zusammen am Obst- und Gemüsemarkt einkaufen und verhandeln, haben gekocht und sind durch die Stadt geschlendert. Am Nachmittag hatte Dina ein Date mit einem Typen, den sie den Tag zuvor beim Tanzen kennengelernt hatte. Später luden er und ein Freund von ihm uns zwei ein mit Motorrädern nach „Gracias“ zu den heißen Quellen zu fahren. Die Fahrt dort hin war unglaublich und ich fühlte mich als könnte ich fliegen. Die lichter der Stadt leuchteten mit den Sternen am Himmel um die wette. Auch der Ort selber war unglaublich und die Dunkelheit verlieh dem ganzen noch einen magischeren Flair. Kaum zu glauben dass das Wasser auf natürliche weise so angenehm warm sein kann. Nach einer wohltuenden Maske aus der mineralstoffreichen Heilerde gings dann wieder nach Hause.

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Der Trip nach Gracias wäre eigentlich mein Plan für Montag gewesen, denn da muss Dina natürlich arbeiten. Die beiden Jungs haben mir empfohlen nach „La Compa“ zu fahren um dort Canopy (Hochseilbahn) zu fahren. Es sollten anscheinend 1,5 Stunden mit dem Bus sein – gebraucht hab ich 3,5 Stunden. (Ich hab jetzt gelernt, man sollte nie den Zeitangaben von Einheimischen glauben. Ich glaub deren Leben ist zu gechillt und stressless für Zeitangaben) Ein netter Mann hat mir den Weg dort hin gezeigt und ich bin immer wieder stolz auf mein bisschen Spanisch.

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Es war dann aber so, dass ich vor der um die 1 km langen und 500 m hohen Hochseilbahn stand und ich keine Zeit mehr hatte sie zu probieren, weil ich sonst meinen Bus nach „Santa Rosa de Copán“ verpasst hätte. Tja, auch der Ausblick war schön. Er erinnert mich ein bisschen an Österreich mit den ganzen Bergen und Hügeln.

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„La Compa“ selbst hat nur 800 Einwohner und wirkt sehr ländlich. Ich bin ein bisschen durch das Dorf spaziert.

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Dabei hatte meinen Bus verpass und der nächste würde erst in zu spät für meinen Anschlussbus kommen. 3 anderen Mädchen, die ungefähr gleich alt waren wie ich, hatten auch den Bus verpasst und saßen am Straßenrand. Sie sind normalerweise alle 3 an der Uni und machen gerade ein Praktikum mit Kindern die unterernährt sind. Bei jedem Auto das an uns vorbei fuhr sprangen wir auf, streckten unseren Daumen raus und winkten lieb bis uns dann ein Pick Up auf seiner Ladefläche mitnahm. Mit der unasphaltierten, holperigen Straße war das echt ein Abenteuer. Ich dacht öfters als der Pick Up über ein Schlagloch oder einen Stein fuhr, dass ich gleich rausfall. In „Gracias“ angekommen haben mich die netten „chicas“ sogar bis zum Busbahnhof begleitet. Ich bin anscheinend die erste Europäerin mit der sie je gesprochen hab – wohooo!!

Dina bekam für diese nacht noch einen anderen Gast/Couchsurfer aus Dublin. Der unterschied zwischen den beiden Englisch ist echt extrem!

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Am nächsten Tag fuhr ich mit dem Bus über „San Pedro Sula“ weiter nach „Tela“ zu meiner nächsten Host. Bin gespannt was mich dort alles erwarten wird.

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