if you come to Utila ..

Die Insel Utila scheint nicht zum Rest von Honduras zu passen. Auch im übertragenen Sinne ist Utila eine Insel: eine Insel mit Leuten von allen Ecken der Welt, eine Insel mit Partys die ganze Woche lang, eine Insel ohne schwer Bewaffnete Typen vor jedem größeren Geschäft, eine Insel wo man sich Nachts allein raus trauen kann, eine Insel voller Leute, die einfach nur Spaß haben wollen, eine Insel der Backpacker und Reisenden und manche bleiben an diesem schönen Ort für immer.

Die Fahrt mit der Fähre von „La Ceiba“ zur Insel „Utila“ war schrecklich. Ich dachte ich spar mir ein bisschen Geld und fahr mit der günstigeren Fähre, aber das war ein Fehler. Das Boot ging auf und ab und links und rechts und mir wurde richtig übel. Doch nicht nur mir ging es so. Von allen Seiten kamen würgende Kotzgeräusche und ich verstand plötzlich warum am Anfang der Fahrt Plastiksackel ausgeteilt wurden. Das war eine meiner längsten Stunden meines Lebens und ich fürchte jetzt schon die Rückfahrt, denn ich hab schon das zurück Ticket gekauft.

Auf der Fähre hab ich 2 Backpacker aus Kanada kennen gelernt. Sie machen einen Mutter-Tochter-Trip durch ganz Mittelamerika. Mit ihnen teile ich mir jetzt ein Zimmer im „Sea Side“ Hostel. Die zwei lieben Kaffee und Tee aus vollem Herzen und haben deshalb in ihrem Rucksack platz für eine kleine Kaffeemaschine gefunden.

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Renata, Robin, Paul und ich sind in einer Scuba Diving Gruppe und machen den Tauchschein auch PADI genannt für grad mal 269$. Bei uns kostet der doppelt oder drei mal so viel. Der Kurs geht über insgesammt 4 Tage und dann sind noch 2 Fun Dives im Preis inkludiert. Am Anfang war der Kurs ein bisschen langweilig, da wir erst mal 3 Stunden lang Videos übers Tauchen anschauen mussten, dann mussten wir lernen die Ausrüstung mit Sauerstofflasche, Gewichtgurt Flossen, Brille und Schnorchel auf und ab zu montieren.

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Das sind Robin, Paul, Renata, unser Tauchinstructor Ernesto und ich.

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Meine ersten paar Atemzüge unter Wasser werde ich glaub ich nie wieder vergessen. Es ist ein unglaubliches Erlebnis. Alles ist plötzlich leiser, du fühlst dich leicht, alle Farben wirken dumpfer, du konzentrierst dich auf deinen gleichmäßigen Atem, wenn du ausatmest sind überall Blubberblasen, die an die Oberfläche flüchten .. es hat etwas sehr beruhigendes an sich. Du hörst deinen Atem und beobachtest die Fischis und die Korallenriffe. Ich sah sogar einen Babyhai, eine lustig aussehende Flunder, einmal ist ein riesiger Rochen neben uns her geschwommen und fast hätten wir einen Wal gesehen. Einmal haben wir jede menge Delfine gesehen, die neben unserem Boot entlang gehüpft sind. Im diesem Moment fühlte ich mich wie in einem kitschigen Film.

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Wir haben sehr viel geübt wie man sich im Falle des Falles verhalten muss. Zum Beispiel wenn man keinem Sauerstoff mehr hat, wenn zu viel Sauerstoff hervorsprudelt, wenn die Tauchbrille voller Wasser ist, wie man am sichersten auftaucht. Unter Wasser kommunizieren wir mit einer bestimmten Zeichensprache. Jeder Fisch hat ein anderes Zeichen.

Vor jedem Tauchgang machen wir einen sogenannten „Buddy check“. Damit man dabei nichts vergisst gibts eine tolle Eselsbrücke:

Beer, Wine, Rum And Friends.

Man soll also den BCD, Weight belt, Restraints, Air testen und zum Schluss den Final check machen.

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Bryon, einer unserer Tauch Instructor, hat uns alle eine Kokosnuss von der Palme hinterm Hostel gebracht. Wir haben gut zugeschaut und am nächsten Tag, als uns der Kokosnuss Gusta überkam, wollten wir uns selbs eine holen. Erst versuchten wir mit einem langen Stock drann zu schlagen damit die Kokosnüsse von der Palme fallen, jedoch waren die Kokosnüsse härter als unser Stock und er brach ab. Es klappte dann als ich auf Pauls Schultern kletterte und die guten Sachen vom Baum pflückte. Das nächste Problem war das öffnen. Wir hatten natürlich keine Machete, sondern nur kleine Messer. Es war ein kämpfen und säbeln und schneiden. Und schlussendlich war die einfachste Möglichkeit um die Kokosnuss zu spalten und das Innere zu essen sie gegen einen Stein zu schlagen. Ich kam mir vor wie ein wildes Tier auf Nahrungssuche. Ich bin wahnsinnig stolz auf meine erste selber geöffnete Kokosnuss – das war:eindeutig die aller beste die ich je gegessen hab 🙂

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Jede Bar in Utila hat ihr eigenes Shirt mit ihrem Logo drauf. Um das Shirt zu bekommen muss man eine Challenge machen, das heißt 4 Shots in 10 Sekunden trinken. Ich hab mir an einem Abend 2 Shirts geholt: das von „Tranquila“ und das von „Dr. John“. Dr. John ist ein verrückter lustiger Typ, der allein in einem Haus wohnt und sein Haus als Bar eröffnet hat.

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Danach haben wir noch das tolle Getränk „RUMonade“ entdeckt. Das ist ein 0,3 L Glas mit Rum mit einem Schluck Limettensaft und Zucker. Es schmeckt wirklich lecker und kostet gleich viel wie ein Bier.

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An einem Tag haben wir uns Kajaks ausgeliehen und wollten damit durch die Mangroven an die Nord Küste paddeln. Wir haben es eindeutig unterschäzt und haben unsere Route ein klein wenig abgekürzt.

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Seit ich in Utila bin ist eine Mahlzeit am Tag bis jetzt immer eine Baleada gewesen. Es ist ein ziemlich große Tortilla mit Frijoles (=Bohnenmus), Käse, Majomaise, Ei und wahlweise auch Fleisch oder Avocado. Eine kostet zwischen 12 und 20 Lempira (24 Lempira sind 1€). In der nähe von unserem Hostel ist ein Baleada Stand. Dort hab ich gelernt Baleadas zu machen. Das Prinzip ist einfach: ein spezielles Baleada Mehl, Mehl und Wasser zu einem Teig verkneten und daraus gleich große Kugel formen. Dann muss daraus ein dünner Fladen geformt werden. Am besten funktiniert das durch hin und her klatschen des Teiges zwischen den Händen. Das ist allerdings echt nicht so einfach und ich glaub ich müsste noch 1000 mehr machen um es richtig drauf zu haben.

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Anstatt den geplanten 4 Tagen bin ich am Ende ganze 12 Tage in Utila geblieben und am liebsten würde ich noch länger bleiben. Es ist eindeutig einer der schönsten Orte in denen ich je war.

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Die atemberaubende Pracht der Natur, das türkise karibik Meer, das tauchen und Schnorcheln, all die bunten Korallen und Fische, all die tollen Leute die ich kennen gelernt hab, die Partys und das chillen am Steg .. an das alles werde ich mich wohl noch lange erinnern. Wer weiß, vielleicht komme ich hier wieder ein mal zurück.

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Hier noch ein abschließendes Video von der Insel Utila – eine ganz gute Zusammenfassung 😉

http://m.youtube.com/watch?v=LX-H-zF9PJ4

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