Letzter Stop

Ich wusste von Anfang an, dass innerhalb der Länder Guatemala, El Salvador, Honduras un Nicaragua die 90 Tage Touristenvisum gelten. Ich war so doof und buchte meinen Rückflug genau 101 Tage nach dem Hinflug. Ich war ziemlich geschockt als bei der Grenze zwischen Honduras und Nicaragua der Beamte sagte, ich hätte noch genau 5 Tage in denen ich ausreisen müsse. Erst da wurde mir mein Fehler bewusst! Nach diesen 5 Tagen wäre ich dann illegal in ihrem Land, darüber wären sie bestimmt nicht so begeistert. Der Grenzübergang generell war echt ein Witz. An der Grenze zwischen Guatemala und Honduras wurden alle Daten in den Computer getippt, ich wurde Fotografiert und meine Finger wurden gescannt. An der Grenze zwischen Honduras und Nicaragua wurden jedoch einfach all meine Daten auf eine Karteikarte geschrieben, die verschwand dann in eine Schublade und später wurde sie weiter hinten eingeordnet. Ob man den Zettel je wieder finden wird, wenn er gebraucht wird glaub ich nicht.

Nach unseren Aufenthalt in „León“ machten wir also einen Abstecher in die Hauptstadt von Nicaragua namens „Managua“ um meine 90 Tage im Imigrations office zu verlängern. Vom Busbahnhof sind wir mit dem Taxi dort hin gefahren, das Imigrations office hatte aber geschlossen, weil Samstag war. Gott sei Dank wusste der Taxifahrer noch einen zweiten Ort um das Visum verlängern zu lasse den das Internet nicht wusste. Sie hatten auch tatsächlich offen, wenn auch nur noch für 1 Stunde. Zusätzlich wollten sie eine Kopie von dem Einreisestempel in Guatemala von meinem Reisepass. Also rannten wir herum um einen Ort zu finden wo wir unsere „Fotocopias“ machen konnten. Wo bei uns in jedem Haushalt ein Kopiergerät steht, muss man hier wirklich danach suchen, sogar in einer großen Stadt wie Managua. Als das geschafft war kam die nächste Herausvorderung: ein ewiglanges Dokument ausfüllen, wobei ich die Hälfte, trotz Google Übersetzer und Wörterbuch, nicht ganz verstanden hab. Dem Beamten war das aber irgendwie egal, dass nur die Hälfte ausgefüllt war. Er kassierte die rund 600 Cordoba (ca. 20€) und haute einen weiteren Stempel in meinen Reisepass. Sein Feierabend war wohl wichtiger als sich mit mir und dem Dokument herum zu ärgern.

In einem Reiseführer, den ich mir von einem anderen Reisenden kurz ausgeborgt hatte, stand, dass „Granada“ die Stadt in Nicaragua ist, die die meisten Touristenherzen erobert. Wir verbrachten 2 Nächte dort, die allerdings spurlos an mir vorüberzogen. Das einzige Foto das ich in „Granada“ gemacht hab war vom Essen. Es ist ein ganz schnuggeliges Städtlein mit Tausenden Hotels, Hostals, Restaurants und vielen Backpackern. An einem Tag sind wir zur nächstgelegen Stadt „Masaya“ gefahren um den riesen Markt zu besichtigen. Ich glaub dort bekommt man einfach wirklich alles: von Putzmittel, Kleidung und Schuhe bis hin zu lebenden Tieren, rohem Fleisch (das dort einfach so ungekühlt herum liegt und die Fliegen sich dran erfeuen) und alle möglichen exotischen Sorten Obst und Gemüse. Ich hab mich gefühlt wie in einem Labyrinth. Als wir es aus den einen Markt raus geschafft hatten gings zum nächsten: zum „Mercado de los Artesanias“

1 Nacht verbrachten wir am „Lago Apoyo“ der liegt nur 15 km von „Granada“ entfernt. Im nachhinein war 1 Nacht definitiv zu wenig zeit für so einen schönen Ort!

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Die meiste Zeit haben wir in Hängematten gechillt, ein kaltes Bierchen getrunken oder haben mit den Kajaks den See erkundet.

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Tagsüber ist es richtig voll, weil aus „Granada“ all die Tagesgäste zum Baden kommen. Sobald es jedoch um 18 Uhr herum finster wird sind alle verschwunden und selbst die Bar vom Hostal hat um 9 zugemacht.

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Man beachte die Weihnachtsdeco.

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Meinen letzten Stop für diese Reise bevor es für mich nach Hause geht war „San Juan del Sur“. Der Ort liegt an der Pazifikküste und ist als Surfparadies bekannt. Mit dem Hostal „Casa Oro“ hatten wir eindeutig einen Volltreffer gemacht. Ein frisch gekochtes Frühstück ist im Zimmerpreis inkludiert. Das Hostal hat eine wunderschöne Dachterrasse wo jeden Tag Yoga angeboten wird und die sich in der Nacht in eine gemütliche Bar verwandelt.

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Sie machen neben dem Surfbrettverleih auch Surfkurse. Für 1 Tag lang machten Paul und ich einen Surfkurs und für einen Tag versuchten wir es auf eigene Faust. Es ist in jeden Fall ein harter und ansträngender Sport. Ich hab Literweise Wasser geschluckt und ich will gar nicht wissen wie oft es mich vom Board gewixt hat. Aber all die Schürfwunden und Blaueflecke vom Board und vom Sandboden lohnen sich für die 2 Sekunde  wo man am Board steht und auf der Welle reitet. Ein unglaubliches Gefühl!

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Die Straßen von „San Juan del Sur“.

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Paul der Koch.

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Der fertige Taco-salat ♡

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Mit Paul bin ich fast ein ganzes Monat zusammen gereist. Das war nicht nur gut für mein Englisch, es hat uns auch ganz schön zusammen geschweißt und wir sind ein richtig gutes Team geworden. Der Abschied von ihm ist mir besonders schwer gefallen.

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Aber ich freu mich auch schon riesig auf Daheim. Es wird zeit wieder nach Hause zu gehen!

Ein Gedanke zu “Letzter Stop

  1. hallo liebe helena!
    hab mit großem interesse und freude deinen großartigen blog gelesen!!
    freu mich wenn wir uns vl im lungau dann einmal treffen, und noch gute heimreise!
    eva

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